
| Sportliche Ambitionen konnten die Kleinwagen je-doch nicht erfüllen. Die meist eingebauten Einzylinder-Zweitakter mit 175 bis 300 Kubik Hubraum ließen selbt die 80 km/h-Marke zur unüberwindlichen Schallgrenze werden. Entspre-chend begeistert reagierten Publikum und Presse auf den Tiger. So schrieb das Fachblatt ,,Roller, Mobil & Kleinwagen: ,,Er ist kein vierrädri-ger Karo, in dem Sinne, daß man mit ihm gemütlich seinen Berufswegen nachzot-teln kann. Er ist ein Sportfahrzeug, ein Hobby, ein Donnervogel - und er läßt beim schnellen Schlängeln um enge Kurven alles andere stehen." | ![]() |
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Vieles an dem kleinen Zweisitzer war bahnbrechend. So übernahm Fend, der Konstrukteur des Tigers, nicht das einzelne Hinterrad des Kabinenrollers, sondern spendierte dem Tiger die erste spurkorrigierende Schräglenker-Hinterachse der Automobilgeschichte. In der Wirkungsweise ent-sprach diese Konstruktion der berühmten Weissach-Achse, wie Porsche sie für den ersten 928 entwickelte. Fritz Fend versäumte aber, sich die geniale Konstruktion patentieren zu lassen. |
| Deren Merkmale - asymmetrischer Brennraum mit großer Quetschkante für optimale Gemischverwirbelung - galten zwar als modern, dieser Zwei-Zylinder-Zweitakter, ursprünglich als Stationär-Motor konstruiert, litt jedoch unter thermi-schen Problemen. Häufig wurde dem Motor auch mangelnde Elastizität bescheinigt. Und dies, obwohl Fend den Hubraum des Prototyps für die Serie auf 500 Kubik vergrößerte und die Leistung um 4 PS drosselte. Das unsynchronisierte Getriebe machte Tiger-Eignern zusätzlich zu schaffen. Lange Schaltpausen und umständliches Zwischenkuppeln paßten nicht zum sportlichen Charakter des kleinen Renners. Die Ratschen-Schaltung des Karo ließ sich da viel einfacher betätigen. | ![]() |
Ein Bericht von Stefan Schrahe
Technische Daten:
gebaut
von 1958 bis 1961
Hubraum: 493
cm³
Leistung:
20 PS
Drehmoment: 33 Nm
L/B/H:
3000/1270/1240 mm
Höchstgeschwindigkeit: 125-130 km/h